Messung der eigenen Körperabwehr
Wie bereits im Kapitel Oxidativer Stress und Vitamine erklärt
wurde, sind freie Radikale und damit ein zu hoher oxidativer Stress für
den Körper schlecht. Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind sich heute
darüber einig, dass freie Radikale ein ernstzunehmender Verursacher vieler
Krankheiten sind. Der oxidative Stress und damit die freien Radikale werden
von den so genannten Antioxidanzien abgefangen und im Gleichgewicht gehalten.
Ist die Körperabwehr, die hauptsächlich aus Enzymen, Eiweißen
und Vitaminen sowie Spurenelementen gebildet wird zu gering, können Krankheiten
entstehen, langläufig spricht man von „schlechter Abwehrlage“.
Dieses Potential, das bei jedem Menschen verschieden ist, wird einerseits
negativ und andererseits positiv beeinflusst.
Negative Einflüsse sind Luftschadstoffe, Ozon, Abgase, UV-Strahlung durch
übertriebenes Sonnenbaden, psychischer und physischer Stress, hoher Blutdruck
und hohe Blutfette, schlecht eingesstellter Diabetes mellitus, Nikotinkonsum
und Überanstrengung beim Sport. Symptome für eine schlechte Körperabwehr
zeigen sich in chron. Müdigkeit, geringe Konzentrations- und Leistungsfähigkeit,
vorzeitige Alterung sowie Schädigung der Erbsubstanz hin bis zu Zellmutationen,
die Krebs auslösen können. Aber auch Erkrankungen der Augen, Herzkreislauferkrankungen
und rheumatische Erkrankungen sind häufig mit hohem oxidativen Stress
und schlechter Körperabwehr vorzufinden.
Eine Bestimmung der Körperabwehr, das so genannte
biologische antioxidative Potential, kann mittels Bluttest darüber Aufschluss
geben, wie hoch die Körperabwehr des Menschen ist.
Dieser Test, auch BAP-Test genannt, gibt uns darüber Aufschluss, ob über
den Lebensstil genügend Antioxidanzien, also Vitamine, Vitalstoffe und
wichtige Spurenelemente zur Bildung der Körperabwehr vorhanden sind.
Gerade unter psychischer und physischer Belastung, einseitiger Ernährung,
Zeitdruck sowie in den Herbst- und Wintermonaten spielt dies eine wichtige
Rolle.
Für die Messung genügt bereits ein Tropfen Blut, der aus der Fingerkuppe
entnommen wird. Innerhalb von wenigen Minuten erhalten Sie in unserer Ordination
nach Ausfüllen eines Fragebogens über oxidativen Stress und Körperabwehr
einen schriftlichen Befund sowie eine Erklärung durch den Arzt. Weiters
empfehlen wir aus dem Befund mögliche Verhaltensweisen und Therapien.